Es fehlt die Liebe zur Stadt

Nicht in Facebook lamentieren, sondern selbst vor Ort sich ansehen, was Sache ist.  So ist das Motto der WsR Freitagsspaziergänge. Zusammen mit vielen interessierten Bürgern nahm OB-Kandidat Joachim Walczuch das Mainufer in Augenschein, nachdem es aufgrund der Baumfällung Unmut in der Bevölkerung gegeben hatte. hinzugezogen wurde Dieter Baumgardt vom Naturschutzbund Rüsselsheim-Raunheim als Experte.
Dessen Anmerkungen bestätigten, was viele befürchtet hatten. Die Bäume waren, wie man an den noch am Mainufer lagernden Stämmen sehen kann, zum Großteil völlig intakt.
Und auch die Eingriffe an sich wirken übereilt und unüberlegt.

Das Mainufer umgestalten oder nicht, ist hier nicht die Frage. Aber wenn ich es mache, dann doch mit Sachverstand.“ Herr Baumgardt habe aufgezeigt welche Möglichkeiten es gibt, trotz Abholzung Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen: Flachwasserbereiche, Stehenlassen von Totholz als Nistmöglichkeit usw

              Joachim Walczuch



Doch auch im Bereich des Parkplatzes fand man Dinge vor, über die sich der Bürger nur wundert: Verändert und gestaltet wurde fast nichts. Die Treppe ist viel zu klein ausgefallen und führt nicht bis zum Wasser, der ca. 7 Meter breite Fahrradweg ist eine Betonpiste und der Platz ist „zugepollert“ als wolle man Panzersperren errichten.

Hier setzt sich fort, was wir am Marktplatz schon erlebt haben: Schnell, schnell zum Hessentag alles fertig machen und nicht über den Tellerrand schauen. Diese Art der „Gestaltung“ hat die Stadt lange unter SPD-Herrschaft an vielen Stellen verschandelt und es geht jetzt genau so weiter.Die Menschen haben es verdient, dass man den Main sinnvoller erschließt und dass man sich etwas mehr Gedanken macht. Es ist einfach lieblos.

              sagt Joachim Walczuch sichtlich enttäuscht.

Dass das Ganze 2,55 Millionen Euro gekostet habe, ist völlig unverständlich, meint der Mann, der sich mit Immobilienentwicklung auskennt. „Das Geld wird ohne jedes Controlling einfach rausgeworfen.“ so Walczuch, und weiter: „Das wird eine meiner ersten Aufgaben sein, diese Geldverschwendung endlich zu unterbinden. Das was man hier sieht darf keine 2,55 Millionen Euro kosten. Kein Privatmann würde zu solch einem Preis so eine Leistung einkaufen. Damit muss Schluss sein.“ Abschließend rät er: „Alle Bürgerinnen und Bürger sollten sich das ganze mit eigenen Augen ansehen und sich dann mal die Summe vor Augen halten.“.

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