Das Karstadt-Gebäude ist erneut Diskussionsmittelpunkt

Entscheidender Schritt statt bloßer „Revitalisierung“

Keine Alternative zum Abriss
Mit großer Verwunderung hat die WsR Fraktion den plötzlichen Enthusiasmus von Oberbürgermeister Patrick Burghardt für den Erhalt des ehemaligen Karstadt- Gebäudes zur Kenntnis genommen.
„Dieser graue Klotz ist zu einem Symbol für den Niedergang der Innenstadt geworden. Er ist städtebaulich und ästhetisch eine Katastrophe“, so WsR Fraktionsvorsitzender Joachim Walczuch. Für die WsR Fraktion gibt es zu einem Abriss des Gebäudes keine echte Alternative.

Stadtplanung nicht Investoren überlassen
Eine bloße Sanierung, mit der das Gebäude nach den Vorstellungen der Gewobau irgendwie „revitalisiert“ werden soll, lehnt die WsR als nicht „nachhaltige Übergangslösung“ ab. Eine bloße „Entwickler-Lösung“, die sich einzig an den Renditeerwartungen eines Investors orientiert, wird die Innenstadt nach Ansicht der WsR keinen Schritt voranbringen. „Ein renovierter Solitär in Mitten von Bruchbuden kann nicht unser politisches Ziel sein und es hat auch rein gar nichts mit Stadtplanung zu tun“, ergänzt der WsR Fraktionsgeschäftsführer Rainer Wagner.

Neuplanung des gesamten Areals als entscheidender Schritt zur Modernisierung der Innenstadt
Für die WsR ist die Überplanung und Entwicklung des gesamten Areals vom Friedensplatz bis zur Löwenstraße der entscheidende erste Schritt zu einer Modernisierung der gesamten Innenstadt. Die Chance dürfe jetzt nicht durch überhastete Einzelmaßnahmen ohne Not vertan werden.
Joachim Walczuch appelliert an den Oberbürgermeister sich dieser Entwicklung nicht zu verschließen:
„Ja, durch den städtebaulichen Wettbewerb haben wir sicherlich Tempo aus dem Verfahren genommen, dafür erhalten wir aber am Ende die besseren und nachhaltigeren Lösungen. Wir sind der festen Überzeugung, dass Patrick Burghardt im Laufe des nun angestoßenen Prozesses auch noch zu dieser Einsicht kommt.“
Rüsselsheim am Main, den 17.08.2016

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