Rundgang durch das Berliner Viertel

Viel Lob und Kritik beim WsR Rundgang
Bereits zum dritten Mal hatte die WsR Fraktion zu einem „Spaziergang“ durch einen Rüsselsheimer Brennpunkt eingeladen. Nach Ostpark und Mainvorland ging es diesmal durch das Berliner Viertel. Bürger und WsR Mitglieder zeigten sich bei sonnigem Wetter gut aufgelegt, so dass es während des Rundgangs auch immer wieder zu spontanen Gesprächen mit Anwohnern kam, die sich in erster Linie um die mangelnde Pflege der Anlagen durch den Städteservice Raunheim/Rüsselsheim und die Gewobau drehten. 

 

Bilder für eine größere Ansicht einfach anklicken.

 

„Bestenfalls naturbelassen“
Insbesondere die hohen Umlagen der Gewobau für die Grünpflege waren immer wieder Thema, da viele Mieter diese für nicht ausreichend hielten. Als „bestenfalls naturbelassen“ könne man die Grünpflege der Gewobau um ihre Wohnblocks derzeit bezeichnen, war das Fazit der bunt gemischten Gruppe um WsR Oberbürgermeisterkandidat Joachim Walczuch. 

Bericht von Auszeit Geschäftsführerin Andrea Kelm stieß auf großes Interesse
Teil des Rundgangs war ebenfalls ein Besuch des an der Goethe Schule angesiedelten Kinder-, Teenie- und Jungendtreffs des Vereins Auszeit. Drei pädagogische Kräfte betreuen hier in großzügigen und gute eingerichteten Räumen derzeit rund 130 Kinder- und Jugendliche. Die Geschäftsführerin Andrea Kelm nutzte die Gelegenheit ausführlich über ihre Tätigkeit zu berichten und stellte hierbei auch die gesamte Arbeit des neuen Quartiersmanagements vor, welches mit dem Bürgertreffpunkt im Einkaufszentrum Berliner Platz nun endlich auch eigene Räume hat. 

Leider war aufgrund des nahenden Ferienbeginns vom neuen Quartiersmanagement niemand in der Lage persönlich über dessen Arbeit zu sprechen. Anwesende Bürger erzählten bei der Gelegenheit auch davon, dass es derzeit wohl noch einige Anlaufschwierigkeiten gebe, da der Bürgertreff zu den angegebenen Zeiten oftmals nicht besetzt sei. 

Die soziale Arbeit im Berliner Viertel muss auch städteplanerisch von Gewobau und Stadt unterstützt werden
Für die WsR Fraktion zeigte sich nach dem Rundgang, dass die derzeitige Arbeit mit den Menschen im Stadtteil auch weitere Unterstützung verdient. Allerdings wurden auch die Defizite, des derzeitigen Ansatzes sichtbar. Mit den Gewobau Blocks entlang der Berliner- und Georg Treber Straße und den sie umgebenden Ein- und Zweifamilienhäusern ist eigentlich keine schlechte Durchmischung des Stadtteils vorhanden, leider ist es baulich nicht gelungen, beide Gebiete ansprechend miteinander zu verbinden. Die Berliner Straße ist viel zu breit ausgelegt und die Parksituation in der Georg Treber Straße zeigt schon fast chaotische Züge. Zudem gestaltet sich die Querung für Fußgänger in beiden Bereichen, besonders wenn es sich um Schulkinder handelt, eher schwierig. 
Ziel der WsR Fraktion bleibt es daher, sich für eine umfassendere Neugestaltung des Stadtteils einzusetzen und das Wohnumfeld auch im Bereich des Einkaufszentrum Berliner Platz grundlegend zu modernisieren. Laut WsR-Oberbürgermeisterkandidat Joachim Walczuch habe man mit dem Berliner Viertel einen „extrem spannenden Stadtteil“ mit großem Entwicklungspotential, das derzeit allerdings nicht aktiviert werde.